Ausstellung: Verbündet im Himmel 

Dieses Fotodokument aus dem Wehrgeschichtlichen Museum in Rastatt gehört zu den Exponaten der Ausstellung „Verbündete im Himmel“, die vom 5. Mai bis zum 14. Juni 2015 im Römermuseum Osterburken zu sehen ist
Dieses Fotodokument aus dem Wehrgeschichtlichen Museum in Rastatt gehört zu den Exponaten der Ausstellung „Verbündete im Himmel“, die vom 5. Mai bis zum 14. Juni 2015 im Römermuseum Osterburken zu sehen ist

Pressemitteilung

100-jähriges Jubiläum der Bergkirche Osterburken

Ausstellung „Verbündete im Himmel“ im Römermuseum zu sehen 

 

Osterburken. Die evangelische Kirchengemeinde feiert in diesem Jahr das 100-jährige Bestehen ihrer Bergkirche. Aus diesem Anlass blickt die Kirchengemeinde zurück auf die Entstehungszeit ihrer Kirche. Dabei ist es der Kirchengemeinde gelungen, die Ausstellung „Verbündete im Himmel“ nach Osterburken zu holen. Die Ausstellung, die von der Melanchthon-Akademie Bretten erarbeitet wurde, beschäftigt sich mit der Rolle der evangelischen Kirche und des christlichen Glaubens in der Zeit des Ersten Weltkriegs.

 

Zu sehen sind in der Ausstellung Postkarten, Fotografien, Plakate und vieles mehr –Bilddokumente mit religiösem Bezug, die einen spannenden und erschütternden Einblick in die damalige Zeit und Mentalität geben. In der Zeit des Ersten Weltkriegs (1914-1918) spielten Kirche und Religion eine bedeutende Rolle, und zwar über die Nationen und Konfessionsgrenzen hinaus, sowohl in Deutschland, England, den USA, Frankreich, Italien und Österreich als auch im orthodoxen Russland. Die Dokumente, die für die Ausstellung ausgewählt wurden, stammen aus unterschiedlichen Archiven zwischen Moskau und Rom.

 

„Es ist erschütternd, zu sehen“, so Dr. Günter Frank, Kustos des Melanchthonhauses und Direktor der Europäischen Melanchthon-Akademie Bretten, der die Ausstellung verantwortet, „wie alle Konfessionen in Europa, die katholische, altkatholische, lutherische, reformierte und orthodoxe Kirche zur Mobilisierung ihrer jeweiligen kriegführenden Mächte beigetragen haben.“

Die Ausstellung verdeutlicht anhand der Bilddokumente, welche Rolle die Kirchen in diesem Krieg gespielt haben. Man erfährt über die Tätigkeit der Geistlichen als Militärseelsorger und die Verwendung von religiösen Motiven in einer Zeit des gegenseitigen Tötens, die zu Recht als eine der größten Katastrophen des 20. Jahrhunderts gesehen wird. Dr. Günter Frank verweist auf die unter katholischen Christen zumeist unbekannte Tatsache, „dass es eine Kriegs-Messe gab, die im Anschluss an die tridentinische Messe allgemein die Kriegsziele verherrlichte. Für den Gottesdienst freigegeben wurde diese Kriegs-Messe von allen deutschsprachigen Erzbischöfen zwischen Wien und Köln. Eigens beauftragte Künstler haben in dieser Kriegs-Messe Themen wie Opfer, Leiden, Ehre und Treue illustriert“.

 

Die Ausstellung wird vom 5. Mai bis zum 14. Juni 2015 im Römermuseum Osterburken zu sehen sein. Der Eintritt zu dieser Ausstellung ist frei. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0