Kirchengemeinde

Zur  Kirchengemeinde Bofsheim,  der Stadtteil Schlierstadt mitgezählt, gehören zurzeit 383 Mitglieder.

Für den Ort und die Kirchengemeinde Bofsheim sind der Kindergarten und die Astrid-Lindgren-Schule wesentliche Kristallisationspunkte. Prägend sind das gute Miteinander von Kirchengemeinde und den örtlichen Vereinen.  So gestaltet die Chorgemeinschaft Eintracht regelmäßig die Festgottesdienste der Gemeinde mit. Die Kirchengemeinde wirkt kompetent im Zusammenleben der Dorfgemeinschaft mit und steht auch den örtlichen Gemeindevertretern als Ansprechpartner zur Verfügung.

Geschichte der Kirchengemeinde

Eine Pfarrei Bofsheim ist erstmals 1333 erwähnt und besteht als evangelische Gemeinde seit dem Augsburger Religionsfrieden 1555. Eine Besonderheit ist das „Friedensfest“, das bis in die 1960-er Jahre in Bofsheim, Rosenberg, Hohenstadt, Brehmen und Neidelsbach begangen wurde. Nach dem Kirchenstreit, der mehr als 70 Jahre tobte, durften diese fünf Orte ab 1755 „für alle Zeiten“ ihre evangelische Konfession behalten.

Kirche

Laut eines dendrochronologischen Gutachtens (Altersbestimmung des Bauholzes) wurde die Kirche um 1410 als Wehrkirche erbaut und war ursprünglich von einem Gräberfeld umgeben. 1777 wurde das ehemals quadratische Kirchenschiff verlängert und der Turm wurde um das achteckige Oberteil erhöht (siehe Inschrift auf der Außenwand). 1958 wurde das Geläute durch drei neue Glocken ergänzt. Dabei stellte sich heraus, dass eine der Glocken aus dem 11. Jahrhundert stammt. Sie hängt bis heute im Turm. Die Orgel wurde 1974/75 im Zuge einer gründlichen Renovierung erworben. 1996 wurde der Glockenstuhl erneuert.

 

Eine gut erhaltene Grabplatte von 1778 ziert die Bofsheimer Kirche. Darauf ist unter anderem zu lesen: "Joh. Jakob Schäffer, evangelisch lutherischer Pfarrer in Boffsheim 20. August 1741 - 7. April 1778, Vater von 13 Kindern, in dieser Kirche beerdiget." Pfarrer Schäffer wirkte laut Inschrift 37 Jahre in Bofsheim.